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PostHeaderIcon Die Wurzeln des S04

I. Die Wurzeln des Mythos: 1904- 1933

Wie jede Religion, hat auch Schalke seine Legende. In deren Anfang stand nicht das Wort, sondern eine Wiese. Uneben soll sie gewesen sein, am zerfallenen Herrschaftssitz "Haus Goor" gelegen, in Gelsenkirchen, dort, wo die Luft nach Kohle roch und das Leben harte Maloche war. Hier trafen sich im Frühling 1904 ein paar jugendlichen Arbeiter zum Fußballspielen und gründeten in einem Lokal einen Verein: Westfalia Schalke.

Einen Verein, der keine Zukunft zu haben schien. Geld war keins da nicht für einen eigenen Platz, anfangs nicht einmal für einen eigenen Ball. Dazu verweigerte der bürgerlich orientierte Verband die Anerkennung - Westfalia galt als "wilder" Verein, als saufende Arbeiterclique, als proletarisches Produkt der Straße. Nur dem ungebrochenen Willen und den Anstrengungen der Mitglieder war es zu verdanken, dass man sich 1912 dem örtlichen Turnverein anschließen durfte. Als der Erste Weltkrieg die männliche Jugend an die Front zwang, wurde im Gelsenkirchener Vorort der Fußball zur Nebensache.

"Schalker Kreisel"

Er wäre Nebensache vielleicht geblieben, hätte der Schalke 04, wie der Verein offiziell ab 1924 heiß, 1920 nicht einen Spieler gewonnen, der wie keiner zum Inbegriff des Schalke-Mythos wurde: Ernst Kuzorra. Der echte Schalker Junge, dem die Eltern das unsittliche Fußballspielen verbieten wollte, wurde mit seinen perfekten Dribblings und seinen gefährlichen Torschüssen für zwei Jahrzehnte der Mannschaftskapitän der Schalker.

Zusammen mit seinem kongenialen Spielpartner Fritz Szepan, der nebenbei auch sein Schwager war, sorgte er für den sportlichen Aufstieg: Kreismeister, Ruhrgausieger, Westdeutscher Kreisligameister - die Kuzorra-Elf revolutionierte mit dem berühmten "Schalker Kreisel" die Spieltechnik in Deutschland. Die Mannschaft hatte den von den Brüdern Ballmach erlernten "schottischen Flachpass" perfektioniert. Statt den Ball weit nach vorne zu schießen, wurde er mit kurzen, flachen Pässen zum besser positionierten Mitspieler gespielt, bis die gegnerische Abwehr in Verwirrung geriet.

 

Bündnis von Fußball und Bergbau

Die Zuschauer litten und feierten mit der Mannschaft wie nirgendwo anders in Deutschland. Fans und Team kamen aus derselben Lebenswirklichkeit. Der Bergbau war das einigende Band. "Die 1. Mannschaft ist restlos aus Schalke, keiner Spieler wohnt weiter als 30 Pfennig mit der Straßenbahn entfernt. Wir sind fast restlos aus der Jugendmannschaft hervorgegangen." (Kuzorra). Die 1927 errichtete Sportstätte wurde nach dem Gruß der Bergleute "Glückauf-Kampfbahn benannt. Der Mythos der "Knappen" war geboren.

Wenn Schalke siegte, sah sich auch die wenig verwöhnte Arbeiterschaft als Sieger. Fußball - vielfach noch Privileg höherer Schichten - war zu jener Zeit auch immer "Klassenkampf mit anderen Mitteln", wie die "Zeit" formulierte.

 
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